KOI - Böttcher
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Die 5 häufigsten Koi Krankheiten – Symptome und Ursachen

Um ganz sicher zu gehen und eine weitreichende Ausbreitung im gesamten Koi-Bestand zu verhindern, sollten Sie als verantwortungsbewusster Koi-Halter im Krankheitsfall unbedingt den Koi-Händler Ihres Vertrauens (mich) konsultieren. Im folgenden finden Sie eine sehr umfangreiche Liste von bekannten Koi Krankheiten, Informationen zu den Erregern, dem Auftreten der Krankheit.

Die Behandlung der Krankheiten sollten Sie nie ohne fachlichen Rat alleine versuchen. (experimentieren ) 

Die ersten für den Koi-Halter erkennbare Anzeichen einer Erkrankung sind:

  • mangelhafte Futteraufnahme,
  • weiße Belege,
  • geschwollene oder gerötete Hautstellen,
  • häufiges Scheuern,
  • Anlegen der Flossen,
  • auf dem Grund stehen. 
  • Springen  
  • Der Koi schwimmt in der Nähe des Frischwassereinlaufes.
  • Der Koi flattert mit der Brustflosse während des Schwimmen
                                                                              

Die Ursachen einer Erkrankung der Koi können vielfältig sein:

  • schlechte Wasserwerte,
  • Parasitenbefall,
  • bakterielle Infektion,
  • Virusinfektion,
  • Verpilzung.

Von einer Behandlung ohne Diagnose ist dringend abzuraten.

In einigen Fällen konnte Ich beobachten, dass nach ca. 2 - 6 Wochen einer Behandlung Krankheitssymptome vermehrt wieder auftraten.

 

Gründe hierfür waren:

  • Einsatz falscher Medikamente,
  • falsche Dosierung,
  • fehlende Nachbehandlung,
  • Veränderung der Wasserwerte aufgrund der Behandlung,
  • mangelnde Kontrolle der Behandlung.

Costia


 

Costia kann bei Temperaturen von 2 bis 30 °C auftreten. Am besten vermehrt sich der Parasit bei Temperaturen von 13 bis 15 °C. Der Grund dafür ist, dass das Immunsystem der Koi bei diesen Temperaturen nicht besonders optimal arbeitet.

Da Costia ein Schwächeparasit ist, ist er Anzeichen für ein instabiles Immunsystem oder aber auch für schlechte Umweltwerte. Daher ist auch immer auf eine gute Wasserqualität zu achten.

Bei einer hohen Vermehrungsrate führt Costia zu Schleimhautreizungen und Vermehrung. Sichtbar wird dies durch einen bläulichweißen Überzug. Bei Massenbefall können die Kiemen in Mitleidenschaft gezogen werden, welches sich durch Atembeschwerden und innerlichen Sauerstoffmangel bemerkbar macht. Anzeichen dafür sind das Herumliegen der Koi an der Wasseroberfläche, schnappen nach Luft und das schwimmen in der Einlaufgegend.Aber auch das Abliegen am Teichgrund mit angezogenen Flossen kann Anzeichen für einen Costiabefall sein.

Ein Haut- und Kiemenabstrich bringt hier Klarheit.

Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit)


 

Dieser Parasit ist bei den Koi-Liebhabern gefürchtet. Gerade weil er sich in den Sommermonaten rasant vermehrt. Erkennbar ist der Erreger schon mit blosem Auge, da sich der Parasit in der Fischschleimheit einkapselt und dann als weiße Pünktchen sichtbar werden. Auch scheuern sich die Koi extrem und halten sich dann zusammengerottet am Wassereinlauf auf. Bei den geringsten Anzeichen sollten Sie unverzüglich Hilfe anfordern.

Ein Koi der einmal erkrankt war immunisiert sich gegen diesen Erreger und zeigt keine Auffälligkeiten.

Nachweisbar ist auch dieser Parsit unterm Mikroskop.

Bei dieser Erkrankung ist eine schnelle Behandlung erforderlich, die allerdings etwas aufwendiger ist, da man den Parasiten im Schwärmerstadium erwischen muss. Der Vermehrungszyklus ist von der Wassertemperatur abhängig. Die Behandlung muss  alle zwei Tage wiederholt werden, mindestens drei mal. Bei kälteren Temperaturen dauert die Behandlung wesentlich länger.

Chilodonella


 

Vor allem bei geschwächten Fischen und bei Jungfischen tritt Chilodonella als Krankheitserreger auf. Nachweisbar ist der Parasit auf der Haut und den Kiemen. Bei einem Massenbefall treten Symptome wie eine bläulichweiße Hauttrübung und Atembeschwerden auf. Verluste treten nur bei Jungfischen und stark geschwächten Koi auf.Ausnahmen nehmen die aus Japan-Importe ein. Da es faktisch in Japan diese Erkrankung nicht gibt, kann es bei Koi aus Japan schnell zu Verlusten kommen. Auch hier bedarf ein Massenbefall einer Behandlung. Nachweisbar ist der Parasit durch einen Haut- und Kiemenabstrich.

Trichodina


 

Kaum ein Koi hat nicht zumindest einige dieser unverkennbaren Parasiten auf der Haut oder den Kiemen. Mit seinem Hakenkranz raspelt er die oberen Hautschichten ab von denen er sich dann ernährt. Eine Einschleppung mit Wasserpflanzen oder Lebendfutter ist nicht selten.

Erkennbar wird der Befall wie auch bei Costia durch einen bläulichweißen Schleier oder milde Kiemenschwellung. Sekundärinfektionen durch die geschwächte Abwehr können auftreten. Einzelne Trichodina auf dem Koi bedürfen keiner Behandlung, solange der Koi ein intaktes Immunsystem hat. Ein Massenbefall hingegen ist behandlungsbedürftig.

Auch schlechte Umweltwerte, Stress oder Überbesatz können hier zur Vermehrung und Krankheitsausbruch führen. Wie üblich bringt ein Abstrich Klarheit.

Kiemenwurm (Hautwurm)


 

Der Kiemenwurm lässt sich einfach vom Hautwurm unterscheiden. Da der Kiemenwurm Eier legt, die dann später schlüpfen, sieht man unterm Mikroskop sogar das Ei im Körper des Wurmes. Der Hautwurm hingegen ist lebendgebärend und trägt seine Brut (Embryo) schon im Körper, so dass man die nachfolgende Generation auch unterm Mikroskop erblicken kann.

Somit lässt sich ein Kiemenwurm und ein Hautwurm leicht auseinanderhalten und diagnostizieren. Die Behandlung allerdings ist verschieden. Beim Kiemenwurm bedarf es immer 2 Behandlungen, da das Medikament die Eier nicht erledigen kann und somit gewartet werden muss bis die neuen Würmer geschlüpft sind.Es handelt sich so um 5 - 7 Tage Behandlungsunterbrechung bevor man die zweite Medikamentengabe gibt. Der Hautwurm ist in den meisten Fällen bei richtiger Medikation und Menge schon beim ersten Mal erledigt.

Anzeichen wie scheuern, Fressunlust und "rumhängen" vorm Wassereinlauf können auf einen Befall mit Kiemenwürmern schließen. Aber auch andere Parasiten können hierfür die Ursache sein. Schlechte Wasserwerte wie z.B. zu hoher Nitritgehalt oder zu hoher Ammoniakgehalt können die gleichen Verhaltensweisen zeigen. Daher ist es unerlässlich zuerst die Ursache zu erforschen. Dies lässt sich mittels Wasserprobe und Haut- und Kiemenabstrich leicht erledigen.
Ein Wurm allerdings macht noch keine Behandlung nötig. 

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